Joe Stefanelli : Traueranzeige

Veröffentlicht am 25.November 2017

In tiefer Trauer teilen wir mit, dass der große amerikanische Künstler

Joe Stefanelli
am 27. September im Alter von 96 Jahren in New York verstorben ist.
Der 1921 in Philadelphia geborene Künstler studierte Anfang der 50er Jahre in New York an der
Hans Hoffmann Akademie und schloss sich mit z.B. Jackson Pollock, Willem de Kooning, Franz Kline
und Arshile Gorkey zur Gruppe der „New York School of Abstract Expressionism“ zusammen. Treffpunkt
dieser Künstler-Generation wurde die berühmte „Cedar Bar“, in der sich die Künstler öfter trafen als in
der Akademie, um ihre neue Kunstrichtung gemeinsam zu entwickeln. Der große Durchbruch kam für sie
1951, als der berühmte Galerist Leo Castelli am 21. Juni 1951 zur legendären „9th Street Show“ einlud,
Joe Stefanelli war dabei. Er war immer Mitglied dieser Künstlergruppe, die sich in den Nachkriegsjahren
zum Zentrum der modernen Kunst entwickelte. Für fast alle dieser Expressionisten-Gruppe, auch für
Joe Stefanelli, begann eine Weltkarriere.
Joe Stefanelli wollte nicht nur am Kunstmarkt teilnehmen, sondern sich vor allem der nächsten
Generation widmen. Er wurde einer der wichtigsten Kunstprofessoren der USA, es folgten mehr als
30 Jahre Lehrtätigkeit an den Hochschulen: University of California-Berkley, Princeton University,
New York University, Columbia University, Brooklyn College und Temple University in Rom.
Seit mehr als 20 Jahren habe ich Joe Stefanelli mit meiner Galerie exklusiv in Europa vertreten. Seine
Arbeiten habe ich in zahlreichen Ausstellungen in der Galerie und auf internationalen Messen gezeigt.
Die letzte Museumsausstellung in Deutschland fand mit Joe Stefanelli 2006 im Ludwig-Museum in Koblenz
statt. In fast allen großen amerikanischen Museen sind Joe Stefanellis Werke vertreten.
Joe Stefanelli war eine großartige Persönlichkeit, die ich hoch geschätzt habe. Durch eine langjährige
Zusammenarbeit und seine exklusive Vertretung im deutschsprachigen Raum standen wir mit
Joe Stefanelli stets in vertrauensvollem und freundschaftlichem Verhältnis. Mit den Angehörigen und den
Sammlern, die ihn verehrt haben, trauern wir um den Verstorbenen. Zu seinem Gedenken planen wir im
Mai nächsten Jahres eine große Retrospektive.
Frankfurt, den 25. November 2017

Barbara von Stechow

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